29jun, 20 29 juni 2020Electric cars

Hier is het Duitse artikel.

BMW hat mit Oliver Zipse seit August letzten Jahres einen neuen Vorstandschef. Der Grund für den verfrühten Wechsel soll insbesondere Kritik an den Elektromobilitäts-Plänen seines Vorgängers Harald Krüger gewesen sein – bisher hat der bayerische Autokonzern jedoch keine größeren Anpassungen an seiner Strategie vorgenommen. Arbeitnehmervertreter fordern nun ein neues Vorgehen bei reinen Stromern.

Im Gespräch mit dem Spiegel machte sich der BMW-Betriebsrat für eine Neuausrichtung des Unternehmens bei der E-Mobilität stark und sprach sich für eine nur für Elektroautos konzipierte technologische Plattform aus. Anders als etwa der Volkswagen-Konzern oder E-Auto-Branchenprimus Tesla setzt BMW auf flexible Architekturen. Neue Modelle des Premium-Anbieters lassen sich sowohl mit klassischem Verbrenner- oder Hybridsystem sowie als Elektroauto realisieren. Der Großteil der dazu nötigen Vorgänge findet auf derselben Fertigungslinie statt.

Die unter Krüger eingeschlagene und von Zipse fortgeführte Antriebsstrategie stellt eine Abkehr von BMWs ursprünglichen Plänen dar: Der 2013 eingeführte Kleinwagen i3 wurde komplett eigenständig entwickelt. Nach den Erfahrungen mit diesem Elektroauto und dem zweiten Modell der Submarke i, dem teilelektrischen Sportwagen i8, entschied sich BMW zu einer integrierten Entwicklung und Produktion. „Nur mit einer eigenen E-Architektur können wir die Vorteile eines Elektrofahrzeugs voll ausschöpfen“, sagte jetzt Betriebsratschef Manfred Schoch der Spiegel-Redaktion. Eine E-Auto-Plattform wäre für BMW „dringend erforderlich, um von Wettbewerbern aus Kalifornien oder China nicht überholt zu werden“.

Mit seiner Forderung nach einem Kurswechsel unterstützt der Betriebsratschef laut dem Bericht BMW-Manager, die sich intern schon länger für eine neue Elektro-Strategie aussprechen. Sie würden auf eine schnelle Entscheidung des Vorstands für eine reine E-Plattform hoffen, die dann bei der nächsten Fahrzeuggeneration eingesetzt werden könnte. Die Fürsprecher der Neuausrichtung argumentieren dem Nachrichtenmagazin zufolge, dass Elektroautos auf einer eigenen Basis leichter wären und dadurch eine größere Reichweite böten. Außerdem gäbe es mehr Platz im Innenraum.

BMW „optimal aufgestellt“

BMW erklärte auf Nachfrage des Spiegel, dass der Konzern aktuell „optimal aufgestellt“ sei. Spekulationen „über angebliche interne Diskussionen“ wolle man nicht kommentieren. Mit der Batterie-Version des Kompakt-SUV X3, dem iX3, und dem Gran Coupé i4 auf Basis der 3er-Reihe kommen in diesem und im nächsten Jahr zwei neue, moderne Elektroautos von BMW auf den Markt. 2021 wird zudem der Technologieträger iNext eingeführt, der als Zukunftsbaukasten für weitere Modelle dienen soll.

Im Mai bekräftigte Zipse, dass der Konzern seine Flotte „wie geplant“ elektrifiziere. Bis Ende 2021 werden demnach fünf vollelektrische Modelle im Programm sein, darunter neben dem noch bis 2024 gebauten i3 auch das Ende 2019 gestartete erste Elektroauto der Tochter MINI. Darüber hinaus wird der nächste, ab 2022 erwartete BMW 7er erstmals auch als Elektroauto angeboten. Hinzu kommen diverse Plug-in-Hybrid-Versionen bestehender Baureihen.

Add Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

nl_NLNederlands
nl_NLNederlands